Erstmals startet das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Museum ein Residenz für Unstschaffende. Dieses einzigartige Programm, das Kunst und Humanitäres miteinander verbindet, unterstützt aufstrebende Künstler. Für die erste Ausgabe begrüßt das Museum die iranische Künstlerin Zahrasadat Hakim, die Gewinnerin des 10. „Prix Art Humanité“.
Zahra wird am 4. März „L'Atelier“, unseren neuen kreativen Raum, übernehmen. Bis zum Sommer sind alle eingeladen, kostenlos an der Entstehung eines Wandteppichs mitzuwirken. Ob in Zusammenarbeit mit Zahra, wenn sie anwesend ist, oder indem man ihren Anweisungen folgt, wenn sie abwesend ist – jeder kann seinen persönlichen Beitrag zu diesem kollektiven Werk leisten. Geplant sind Webworkshops, meditative Momente, die Einheit symbolisieren, und traditionelle iranische Mahlzeiten – also bleibt gespannt auf die kommenden Veranstaltungen!
Sobald der Wandteppich fertiggestellt ist, wird er in den Empfangsräumen des Museums ausgestellt, bevor er in die ständige Sammlung aufgenommen wird.
Verpassen Sie nicht die exklusiven Workshops, die während der gesamten Residenz organisiert werden. Alle Informationen finden Sie im Abschnitt 'Veranstaltungen und Workshops'
Der Prix Art Humanité ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum, der HEAD – Genève, der Stiftung AHEAD, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Stiftung für das IKRK und dem Genfer Roten Kreuz.
Die Künstlerresidenz wird grosszügig unterstützt durch die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG).
Zahrasadat Hakim erforscht in ihrer Arbeit die Themen Erinnerung, Vertreibung und Träume, die durch ihre Erfahrungen als Migrantin, Irakerin und im Iran geborene Frau geformt wurden. Ihre Kunst beschäftigt sich mit Fragen der Zugehörigkeit, Identität, Pflege und kollektiven Heilung, wobei sie sich von persönlichen und geteilten Geschichten inspirieren lässt.
Indem sie die Grenze zwischen Realität und Fantasie verwischt, nutzt Zahrasadat Performance, Skulptur, Keramik, Textilien und Video, um immersive Räume zu schaffen. Die Pflege - sowohl von sich selbst als auch von anderen - steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit, die sie als ein Werkzeug für Empathie und Verbindung betrachtet.
Inspiriert von den Zyklen der Natur, denkt sie über Resilienz und Mutualismus nach, indem sie organische oder wiederverwertete Materialien verwendet, um Zeit, Migration und Nachhaltigkeit zu erforschen. Sie lebt in Genf und entwickelt ihre multidisziplinäre Praxis weiter.